Cykel Sannes Geschichte
Susanne ist 65 Jahre alt, Frührentnerin und leidet an der seltenen Krankheit Spinozerebelläre Ataxie, einer Krankheit, die das Kleinhirn betrifft und in Susannes Fall über ihre Motorik und Gehfunktion hinausgeht.
Im Jahr 2021 bekam sie über die Gemeinde eine Viktoria, ein Fahrrad, um das sie kämpfen musste, auf das sie heute aber nicht mehr verzichten kann. Sie selbst sagt: „Viktoria hat mir alles gegeben, sie ist der Grund, warum ich es schaffen kann – sie ist mein Leben.“ Für Susanne ist es nicht nur ein Fahrrad, sie ist mit ihrer Viktoria beim Vornamen und das Fahrrad ist zu einem Wendepunkt in ihrem Leben geworden. Sie selbst glaubt, dass Viktoria der Grund dafür ist, dass sie im Alltag keine Haushaltshilfe und weniger Medikamente braucht. Denn das Fahrrad hält sie am Laufen. Sie selbst beschreibt, dass sie beim Radfahren weniger Schmerzen hat. Viktoria hält den Schmerz in Schach.
Viktoria erhöht Susannes Bewegungsfreiheit und Unabhängigkeit im Alltag
Auch Susanne ist auf ihrer Viktoria viel unterwegs. Sie nutzt es zum Training, für Krankenhausbesuche, zum Einkaufen, um Freunde und Familie aus nah und fern zu besuchen – und dann nutzt sie es zum Radfahren im Urlaub. Sie fährt viele Kilometer mit dem Fahrrad. In etwas mehr als 2 Jahren hat sie fast 6000 Kilometer mit dem Fahrrad zurückgelegt.
Susannes Bewegungsspielraum ist ohne Viktoria nicht sehr groß. Sie kann zwar mit ihrem Gehhilfe laufen, aber sie kommt nicht sehr weit und die Konsequenz des Gehens ist, dass ihre „Muskeln und ihr Körper so verdammt weh tun“ – sie glaubt also nicht, dass sich ein Spaziergang lohnt. Deshalb nimmt sie das Fahrrad.
Susanne nutzt das Fahrrad auch im Urlaub
Als wir Susanne nach ihrem schönsten Erlebnis mit dem Fahrrad fragen, hat sie keine Zweifel, sie erwähnt sofort den letztjährigen Urlaub, der nach Kopenhagen ging. Sie radelte von ihrem Zuhause in Horsens über Südfünen und Südseeland bis nach Kopenhagen. Ein tolles Erlebnis mit Zwischenstopps bei Freunden unterwegs. Auf dieser Reise legte sie auch ihre längste Strecke zurück – nämlich 92 km an einem Tag. Auch vom Motor braucht sie nicht viel Hilfe, aber nach 92 km war auch die Batterie leer.
Sie hat auch Pläne für viele weitere Urlaube mit dem Fahrrad. Für Mai hat sie einen Ausflug in eine kleine Stadt vor den Toren Hamburgs geplant – eine Reise von 290 km. Pro Weg. Sie rechnet damit, dass die Radtour vier Tage dauern wird, dann vier Tage Urlaub und wieder vier Tage für die Rückfahrt. Darüber hinaus hat sie Pläne für 4 km. Lange Reise durch Jütland in diesem Sommer und eine Reise nach Kiel im Spätsommer. Es besteht kein Zweifel, dass Susanne und Viktoria im Sommer noch viele unvergessliche Erlebnisse erleben werden.
Susannes bester Rat für andere, die kein Zweirad fahren können:
„Sorg dafür, dass du ein Dreirad bekommst. Holen Sie sich ein Viktor oder Viktoria, das sind einfach die besten Fahrräder. Sie liegen wirklich gut auf der Straße und man fährt länger mit der Batterie als man denkt. Holen Sie sich eins, Sie werden es nicht bereuen.“